Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz: Turbo für die Banken- und Finanzwelt?

Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz: Turbo für die Banken- und Finanzwelt!

Daten und deren automatisierte Verarbeitung mit Hilfe Künstlicher Intelligenz gelten als Schlüssel zur digitalen Transformation in nahezu allen Branchen. In der Banken- und Finanzwelt gibt es bereits zahlreiche Anwendungsszenarien, die ohne Big Data und Künstliche Intelligenz kaum vorstellbar wären.

Zahlreiche FinTechs entwickeln intelligente Banking-Apps, die Finanzangelegenheiten für Kunden weitgehend selbstständig organisieren und sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Spezialisierte Dienstleister wie wir bieten die Analyse und Kategorisierung von Bankdaten auf Basis selbstlernender Algorithmen – aus Big Data wird Smart Data.

#BigData und Künstliche Intelligenz (#KI) verändern die Finanzwelt fundamental. Am Ende profitieren Banken, #FinTechs und Endkunden gleichermaßen. Klick um zu Tweeten

Dahinter steckt der Ansatz des maschinellen Lernens, besser bekannt als Machine Learning: Komplexe mathematische Algorithmen veredeln unstrukturierte Daten zu wertvollem Wissen. In diesem Blogbeitrag sehen wir uns an, wie Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz die Finanzwelt verändern – und wie davon Banken und FinTechs sowie am Ende vor allem Kunden profitieren können.

Aus Big Data wird Smart Data, doch was heißt das ganz konkret? Am Beispiel des digitalen Kontochecks erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, wie Daten in der Finanzwelt auf intelligente Art und Weise zum Einsatz kommen.

Künstliche Intelligenz als Schlüssel zur Digitalisierung?

Die Diskussion um den Einsatz neuer Technologien in der Finanzwelt dreht sich im Kern immer wieder um ein und dieselbe Frage: Wie lässt sich das traditionelle Geschäftsmodell der Banken zukunftstauglich machen? Viele Banken, so Branchen-Kritiker, hätten sich in den letzten Jahren zu sehr auf ihrem konventionellen Geschäftsmodell ausgeruht und dabei aus dem Auge verloren, wie sich der Lifestyle und die Bedürfnisse der Kunden verändern – Stichwort Digitalisierung!

In der Digitalisierung wird dann zugleich die Antwort auf die Frage gesehen, wie sich Finanzinstitute besser für die Zukunft aufstellen können. Dabei wird häufig übersehen, dass sich viele Führungskräfte noch längst nicht ausreichend mit den Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien auseinandergesetzt haben.

Die 21. CEO-Umfrage von PwC ergab, dass bei Banken das Thema Digitalisierung neben Fragen der Regulierung ganz oben auf der Management-Agenda steht. Doch wenn es um eine konkrete Technologie wie Künstliche Intelligenz geht, haben nur 44 Prozent der befragten Führungskräfte aus Banken eine klare Vorstellung davon, wie diese die Customer Experience verbessern oder andere Verbesserungen bewirken kann.

Künstliche Intelligenz als Schlüssel zur Digitalisierung_
Nur 44 Prozent der Bank-Manager wissen, wie Künstliche Intelligenz das Kundenerlebnis verbessern kann.

Burkhard Eckes, Leiter Banking & Capital Markets bei PwC Deutschland, betrachtet dies kritisch: „Es ist an der Zeit, dass die Banken guten Gewissens ihren Fokus von drohender Überregulierung hin zu anderen, wichtigen Themen verlagern können – etwa auf die Digitalisierung und alles, was mit ihr zusammenhängt, von Big Data über künstliche Intelligenz bis hin zu Cyber-Security“.

Digitalisierung öffnet Finanzmarkt für neue Player

Big Data und Künstliche Intelligenz eröffnen Banken neue Möglichkeiten, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und sich stärker ihren Kunden zuzuwenden. Die These: Digitale Transformation findet auf allen Ebenen des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens statt, Kunden leben digital. Daher können auch Finanzinstitute in dieser digitalisierten Umgebung nur bestehen, wenn sie umfassend in neue Technologien wie Künstliche Intelligenz investieren.

Zu diesem Ergebnis kommt auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die sich in Kooperation mit der Partnerschaft Deutschland, der Boston Consulting Group und dem Fraunhofer IAIS in einer ausführlichen Studie mit den Auswirkungen von Big Data und Künstlicher Intelligenz auf die Finanzbranche beschäftigt hat.

Etablierte Finanzinstitute können im digitalen Lifestyle nur bestehen, wenn sie sich für neue Technologien wie Künstliche Intelligenz öffnen. Klick um zu Tweeten

Die Studien-Herausgeber weisen auf eine Entwicklung in der Finanzwelt hin, bei der es schon bald zu einer „The Winner Takes It All“-Situation kommen könnte. Der digitale Fortschritt und die massenhafte Verarbeitung von Daten mit Hilfe Künstlicher Intelligenz erhöhten einerseits die Effizienz und senkten die Kosten, so die BaFin. Andererseits müssten Banken jederzeit mit dem Markteintritt großer Technologiekonzern rechnen, für die intelligente Datenverarbeitung Alltagsgeschäft sind.

„So mancher etablierter Bank und so manchem klassischen Versicherer droht bei einem Markteintritt der Bigtechs, viel Ertragspotenzial und vor allem die Kenntnis über ihre Kunden aus erster Hand verloren zu gehen“, kommentierte BaFin-Präsident Felix Hufeld die Studienergebnisse.

Innovationspartnerschaften zwischen Banken und FinTechs

Um sich ihren Traditionsmarkt nicht von „Bigtechs“ wie Amazon, Apple oder Google streitig machen zu lassen, suchen Banken den Schulterschluss mit aufstrebenden FinTechs, die sich etwa auf neue Zahlungsdienste und die Modernisierung der Kundenschnittstelle konzentrieren. In Innovationspartnerschaften adaptieren etablierte Finanzinstitute schrittweise neue Technologien und machen damit ihr Geschäftsmodell fit für die Zukunft des Bankings.

Das macht Sinn, denn FinTech-Startups, die sich am Banking-Frontend mit neuen Apps und Services positionieren, sammeln dort viele Daten, die sich wiederum für alle Beteiligten, vor allem für die Banken selbst, für Prozessverbesserungen oder für die Entwicklung neuer Banking-Produkte nutzen lassen. Drehte sich vor nicht allzu langer Zeit die Diskussion noch um das Ersetzen von Banken durch FinTechs mit ehrgeizigen Zielen im Finanzmarkt, ziehen mittlerweile viele Beteiligte gemeinsam an einem Strang. Startups entwickeln Services, die bei großen Finanzinstituten die Digitalisierung voranbringen und umgekehrt profitieren Newcomer von der jahrzehntelangen Erfahrung der Banken.

Innovationspartnerschaften zwischen Banken und FinTechs
Etablierte Banken und aufstrebende FinTechs: Aus den einstigen Rivalen sind längst Verbündete geworden.

Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit stehen immer wieder die smarte Nutzung von Daten auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Dadurch können Banken ihr Angebot zügig weiterentwickeln und sich stärker an den tatsächlichen Anforderungen des Marktes orientieren. Geht es um die nächste Generation der Finanzinstitute, sprechen Experten von der kognitiven Bank. Die Vorstellung lautet: „Die kognitive Bank basiert dabei vor allem auf großen Datenmengen, einer sicheren und agilen Infrastruktur sowie einem Ökosystem, aus dem ständig neuer Mehrwert für Kunden und die eigene Bank generiert wird.“

Big Data und Künstliche Intelligenz sind Wettbewerbsvorteil

Neue Technologien wie Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz sind die Triebfeder für die digitale Transformation. Sie helfen, über Jahrzehnte gewachsene Kernkompetenzen und die solide Infrastruktur der Banken mit dem wachsenden FinTech-Ökosystem, das große Mengen an heterogenen Daten erzeugt, zu kombinieren.

Der kognitive Ansatz verschmilzt diese Dimensionen miteinander mit dem Ziel, die Kernkompetenzen aller Beteiligten zu stärken und gleichzeitig neuen Mehrwert für Kunden zu generieren. Damit sind Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz nicht nur der Turbo für die Banken- und Finanzwelt, sie sind die Voraussetzung für die Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Banken.

In der Finanzwelt ist Big Data längst Realität. Wie können Banken und FinTechs die zahlreichen Datenquellen nutzen, um bessere Banking-Angebote zu entwickeln und schneller am Markt zu agieren? Unser Blogbeitrag gibt Antworten.