Big Data in der Bankenwelt

Big Data in der Banken- und Finanzwelt: Hype oder Heilung?

In Zeiten der Digitalisierung sind Daten das Lebenselixier für Unternehmen aller Branchen – oder wie der Economist schreibt: das Öl unserer Zeit. Daten helfen Unternehmen unter anderem, das Kundenverhalten besser zu verstehen, neue Geschäftspotenziale aufzudecken und Geschäftsprozesse zu optimieren.

Mit der voranschreitenden digitalen Transformation und Vernetzung auf allen Ebenen der Wirtschaft und Gesellschaft wächst das Volumen der erhobenen und gespeicherten Daten massiv. Big Data ist in aller Munde und Business-Entscheider spüren den Handlungsdruck, die Datenquellen ihres Unternehmens zu nutzen und Big-Data-Initiativen zu starten.

Big Data ist Realität: Die Menge der weltweit erzeugten Daten verdoppelt sich in den kommenden zehn Jahren im Schnitt alle zwei Jahre. Während Skeptiker in Big Data einen überzogenen Hype sehen, ist es als reales Phänomen topaktuell. Alle Hintergründe zur Entstehung und Zukunft von Big Data in unserem Blogbeitrag.

Wenn es um die intelligente Nutzung von Daten geht, kristallisiert sich die Banken- und Finanzwelt als eine der vielversprechendsten Branchen heraus. Etablierte Finanzinstitute arbeiten traditionell mit datengetriebenen Prozesse, die seit vielen Jahrzehnten durch IT-Anwendungen gestützt werden.

Die Vernetzung über neue Apps, Endgeräte und das Internet der Dinge schafft neue Datenpunkte: Big Data wird noch „bigger“. Klick um zu Tweeten

Jetzt, wo der Bankenmarkt durch die PSD2 für Drittanbieter geöffnet wird, die Kundenanforderungen wachsen und die Digitalisierung voranschreitet, stellen sich Entscheider in der Banken- und Finanzwelt ebenfalls die Frage, wie sich Big Data effizienter nutzen lässt. Viele Gründe sprechen dafür, dass es gerade Banken und FinTechs sind, die von Big Data profitieren:

  • Historische Datenbasis: Im Gegensatz zu anderen Unternehmen verfügen Banken über eine umfangreiche Datenhistorie, die detaillierte Einblicke in das Kundenverhalten geben.
  • Zunehmende Vernetzung: Die digitale Vernetzung der Kunden über neue Apps, Endgeräte und das Internet der Dinge schafft neue Datenpunkte, mit denen Banken und FinTechs noch mehr Daten generieren.
  • Steigende Kundenanforderungen: Daten sind eine solide Grundlage, um das Banking-Erlebnis zu optimieren und nahtlos in den digitalen Lifestyle der Kunden zu integrieren – eine Herausforderung, an der vor allem FinTechs arbeiten.
  • Wachsender Innovationsdruck: Finanzinstitute und FinTechs können neue Banking-Angebote aus Daten ableiten und das Innovationstempo dadurch deutlich erhöhen.
Von Big Data profitieren

Mehr Effizienz in der Produktentwicklung dank Big Data

Einer der vielversprechendsten Einsatzbereiche für Big Data in der Finanzwelt ist die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte und Services. Mit mittlerweile rund 2,5 Milliarden Smartphones im Einsatz hat sich der Lifestyle der Kunden radikal verändert. 52 Prozent der Kunden setzen auf mobiles Banking per Smartphone.

Konventionelle Banking- und Finanzangebote, die an den persönlichen Kontakt zu einem Bankmitarbeiter oder gar Filialen gebunden sind, passen nicht zu diesem veränderten Verhalten. Zudem stehen mit Millennials und Generation Z zwei kaufkraftstarke Generationen in den Startlöchern, die in einer digitalisierten Welt aufgewachsen sind.

Diese Zielgruppe ist bereit, mehr Daten zu generieren und mit Banken und FinTechs zu teilen, wenn sich im Gegenzug das Kundenerlebnis verbessert. Damit wird Big Data zu einem wechselseitigen Tauschgeschäft zwischen Anbietern und Kunden, das für Banken und FinTechs einen messbaren Nutzen hat: Laut einer Untersuchung von McKinsey lässt sich die Effizienz in der Entwicklung und Vermarktung neuer Angebote um bis zu 20 Prozent steigern – oder anders gesagt:

  • Schneller am Markt: Big Data verhilft Banken und Fintechs dazu, den Research- und Development-Zyklus für neue Apps und Services zu verkürzen.
  • Angebot trifft auf Nachfrage: Mit Hilfe der aus Big Data gewonnenen Erkenntnisse können sich Banken und FinTechs auf Angebote konzentrieren, die Kunden wirklich wollen.

Die Zukunft von Big Data in der Finanzwelt könnte in Smart Data liegen: Wie lassen sich Daten auf eine intelligentere Art und Weise nutzen, um innovative Banking-Services anzubieten? Der Digital Account Check ist so ein Beispiel, bei dem es weniger um Big, sondern eher um Smart Data geht – erfahren Sie, wie das geht.