FinTecSystems zeigt Banken RTS-konforme Lösungen für den reibungslosen Übergang beim „Fall-Back“ auf

München, 20. August 2019. FinTecSystems, Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienst mit BaFin-Erlaubnis, hat in einem Schreiben an alle Banken und Kreditinstitute in Deutschland die Ergebnisse seiner Tests der angebotenen dedizierten Schnittstellen dokumentiert. Demnach erfüllen diese Schnittstellen nach umfangreichen Tests nicht die Anforderungen an Funktionalität, Performanz und Stabilität. In dem Schreiben hat FinTecSystems nur die am häufigsten auftretenden Fehler dokumentiert, beziehungsweise die Fehler beschrieben, die ein weiteres beziehungsweise inhaltliches Testen der Schnittstellen unmöglich machen.

Die festgestellten Mängel sollen unter anderem Anhaltspunkte zur Verbesserung der Schnittstelle liefern.

„Uns ist bewusst, dass die Zeiträume zur Entwicklung einer voll umfänglich funktionieren Banken-Schnittstelle sehr eng gesetzt wurden. Als Marktteilnehmer haben wir wie Banken natürlich ein großes Interesse an einer performanten dedizierten Schnittstelle und unterstützen daher gerne bei deren Verbesserung“, erklärt Stefan Krautkrämer, Gründer und Geschäftsführer von FinTecSystems.

Nutzung der Verbraucher-Schnittstellen ist RTS-konform

Da aktuell die gesetzlichen Anforderungen an die Schnittstellen nicht erfüllt sind, darf für die dedizierte Schnittstelle kein Ausnahmeantrag für den so genannten „Fall-Back“ („Notfallmechanismus“) bei der BaFin gestellt werden, argumentiert FinTecSystems in seinem Schreiben. Alternativ können Banken auf die Bereitstellung einer dedizierten Schnittstelle verzichten und weiter den Zugriff über die Verbraucher-Schnittstellen erlauben (Art. 31 RTS), die auch derzeit von den Drittanbietern genutzt wird. Dieser Zugriff ist explizit in den EBA RTS vorgesehen für den Fall, dass die dedizierten Schnittstellen noch nicht den Marktanforderungen genügen. Das Bestehen dieses „Notfallmechanismus“ kann ohne IT-Investitionen über die bisher auch genutzten Kundenschnittstellen erfolgen: FinTecSystems identifiziert sich beim Zugriff über das Online-Banking Portal des Zahlungsdienste-Nutzers und übermittelt im HTTPs Header sein eIDAS Zertifikat.

Keine Kritik an Banken, sondern Dialog-Aufnahme zur gemeinsamen Entwicklung

FinTecSystems geht mit seinem Schreiben an die Banken in den von der BaFin gewünschten Dialog mit den Instituten. „Unser Schreiben ist nicht als Kritik zu verstehen. Wir unterrichten alle Banken transparent über den Status Quo unserer Tests und zeigen gleichzeitig auf, dass wir eine RTS-konforme Lösung haben, den Kontozugang mit den etablierten Verbraucher-Schnittstellen zu gewährleisten. Damit möchten wir der Unsicherheit im Markt entgegenwirken, konstruktive Lösungen aufzeigen und außerdem gemeinsam nach vorne blicken – ganz im Sinne der Argumentation der BaFin“, so Stefan Krautkrämer. „Am besten definieren wir gemeinsam – Banken und Drittanbieter -, welche Anforderungen die dedizierten Schnittstellen erfüllen sollten.“ Ziel sei es einer dedizierten Schnittstelle ohne Hindernisse“zu realisieren und dann eine echte, breite Markttestphase einzuleiten.

Über FinTecSystems

FinTecSystems (FTS) wurde 2014 in München gegründet und ist einer der führenden Banking-API- und Smart Data-Anbieter in Deutschland. Neben einer Open Banking Plattform, mit der das Unternehmen Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienste erbringt, hat sich FinTecSystems mit einer Analytics Plattform vor allem auf die Analyse von Finanzdaten fokussiert. Banken, FinTechs und Zahlungsdienstleister nutzen die Lösungen von FinTecSystems unter anderem, um in Echtzeit Kredit-Entscheidungen zu treffen, Bonitätsrisiken zu minimieren und Online-Überweisungen zu initiieren. Das TÜV-zertifizierte FinTecSystems hat im März 2019 die BaFin-Erlaubnis als Kontoinformationsdienst und als Zahlungsauslösedienst erhalten und beschäftigt rund 40 Mitarbeiter an vier Standorten. FTS ist unter anderem für N26, Santander, DKB und die Deutsche Handelsbank tätig. www.fintecsystems.com