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Schufa und Kontoinformationsdienste schaffen neues Scoring Modell

Credit Scoring 4.0: Wie Kontoinformationsdienste und Auskunfteien ein neues Scoring-Modell schaffen

„Jetzt checken wir nur noch schnell Ihren SCHUFA-Score und dann bringen wir den Vertrag unter Dach und Fach.“ Was für die Ohren so manch eines Kundens wie eine Drohung klingt, ist Usus im Geschäftsalltag. Ob beim Wechsel des Stromanbieters, dem Abschluss eines Handyvertrags oder der Gewährung eines Kredits: Ohne Bonitätsauskunft geht nichts.

Auskunfteien haben sich auf die „Sammlung und Weitergabe wirtschaftsrelevanter Daten über Privatpersonen und Unternehmen an Geschäftspartner“ (Wikipedia) spezialisiert und betreiben dieses Geschäft seit vielen Jahrzehnten. So gut wie jeder Kunde und jedes Unternehmen dürfte schon einmal mit Anbietern wie SCHUFA, Creditreform, CRIF Bürgel oder Arvato Infoscore in Berührung gekommen sein.

  • SCHUFA: Mit Bonitätsdaten zu 67,2 Millionen Verbrauchern und 5,3 Millionen Unternehmen ist die Schufa Holding AG die größte und bekannteste Auskunftei Deutschlands. SCHUFA-Informationen werden von 9.000 Unternehmen aus Handel, Banking und Telekommunikation genutzt.
  • Creditreform: Als Anbieter von Bonitätsbewertungen von Unternehmen und Inkassodienstleistungen ist Creditreform der B2B-Spezialist unter Deutschlands Auskunfteien. Bekannt ist das Unternehmen vor allem für seine Wirtschaftsinformationen, die Bewertungen von 4,8 Millionen Unternehmen enthalten.
  • CRIF Bürgel: Die Wirtschaftsauskunftei CRIF Bürgel hat eine langjährige Firmenhistorie, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Als Dienstleister für Kreditrisikomanagement, Forderungsmanagement und Adressermittlungen arbeitet die Münchner Auskunftei in erster Linie mit öffentlich verfügbaren Daten sowie Informationen aus Inkassoverfahren.
  • Arvato Infoscore: Das Bertelsmann-Tochterunternehmen Infoscore bietet Bonitätsdaten und Informationen zum Zahlungsverhalten von 7,8 Millionen Verbrauchern in Deutschland. Erhoben werden diese Daten in Kooperation mit Banken, Versandhändlern und Inkassounternehmen. Genutzt werden sie vor allem von Großunternehmen.

Die Informationen der Auskunfteien geben Unternehmen wertvolle Hinweise zur Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit von Kunden und Geschäftspartnern. Ein bislang ungelöstes Problem: Die ermittelte Bonität basiert auf Vergangenheitswerten – und damit stellen sich zwei Fragen, für die es bislang keine zufriedenstellenden Antworten gab.

Neue Modelle zur Analyse der Bonitätssituation basieren auf Ansätzen wie Smart Data Analytics und Machine Learning. In unserem neuen Whitepaper „Smart Data Analytics in der Finanzwelt“ erfahren Sie, wie Banken und FinTechs das Kundenerlebnis neu definieren.

Frage Nummer Eins: Wie verlässlich sind Scoring-Modelle, die auf einer historischen Betrachtung basieren?

Ein Kunde, der in der Vergangenheit immer pünktlich seine Rechnungen bezahlt hat, ist nicht automatisch ein verlässlicher Geschäftspartner in der Zukunft. Das gilt auch andersherum: Hat ein Kunde erst einmal einen schlechten SCHUFA-Eintrag, ist er vom Kapitalmarkt abgeschnitten – auch wenn sich seine aktuelle Einkommenssituation zum Positiven verändert hat.

Frischen Wind in die Debatte um ein besseres Modell zur Bonitätsprüfung bringen Kontoinformationsdienste. Als Drittanbieter im Sinne der EU-Richtlinie PSD2 dürfen Kontoinformationsdienste im Auftrag eines Kunden auf dessen Online-Banking-Konto zugreifen, Kontodaten analysieren, kategorisieren und diese beispielsweise einem Kreditinstitut zur Einschätzung der Kreditwürdigkeit vorlegen.

Kontoinformationsdienste bringen frischen Wind in die Debatte um das Scoring-Modell der Zukunft. #AISP Klick um zu Tweeten

Die Bewertung der Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit von Auskunfteien basiert lediglich auf Vergangenheitswerten. Dagegen erhalten Unternehmen über den digitalen Kontocheck durch einen Konto-Informationsdienst eine tagesaktuelle Einschätzung auf Basis von Kontoinformationen in Echtzeit. Dadurch lässt sich schnell und unkompliziert bewerten, ob ein Kunde oder Geschäftspartner auf Basis seiner aktuellen Einkommenssituation zahlungsfähig ist.

Bevor Sie weiterlesen: Hinter dem digitalen Kontocheck stecken Kontoinformationsdienste (KID), die im Kundenauftrag Informationen aus deren Online-Banking-Konten für Banken und Unternehmen analysieren. Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie in diesem Blog-Artikel.

Frage Nummer Zwei: Sind die konventionellen Scoring-Dienstleistungen der Auskunfteien bald überflüssig?

Nein. Denn um ein wirklich komplettes Finanzbild von Kunden und Geschäftspartner zu erhalten, gehört ein Blick in die Vergangenheit ebenso zu einer akkuraten Bonitätsprüfung wie eine Analyse aktueller Transaktionen und Echtzeit-Informationen aus Online-Banking-Konten. Aus der Kooperation zwischen Auskunfteien und Kontoinformationsdiensten entsteht ein neues Scoring-Modell: Credit Scoring 4.0.

Durch die Kombination historischer Daten (Auskunfteien) und aktueller Daten (Kontoinformationsdienste) erhalten Banken und Unternehmen ein komplettes Finanzbild ihrer Kunden und Geschäftspartner. Spezialisierte Anbieter (Achtung, Werbung in eigener Sache: dazu gehören auch wir bei FinTecSystems) aggregieren die Daten der Auskunfteien sowie aktuelle Umsatzdaten aus dem Online-Banking. Anschließend werden diese analysiert und kategorisiert und ermöglichen einen kompletten Überblick der Bonitätssituation.

Credit Scoring 4.0 liefert durch die Kombination historischer und Echtzeit-Daten ein komplettes Finanzbild von Kunden und Geschäftspartnern. #Scoring #OpenBanking Klick um zu Tweeten

Während die Daten der Auskunfteien Rückschlüsse auf das generelle Zahlungsverhalten zulassen, liefert der digitale Kontocheck Cashflow-Information und Aussagen über Rücklastschriften, Pfändungen und Haushaltsüberschüsse. Auf Basis dieses kompletten Finanzbilds können Banken und Unternehmen die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden und Geschäftspartner verlässlich beurteilen.

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Open Banking - wie Banken relevant bleiben

Die Ära des Open Banking: Wie Banken nach der PSD2-Richtlinie relevant bleiben

Das Thema Digitalisierung ist im Bankwesen nichts Neues mehr. Laut dem Bankenverband hat sich bei einem Großteil der Bankkunden das Online-Banking etabliert – und auch Apps gewinnen immer mehr an Bedeutung. Services für mehr Komfort beim Finanzgeschäft sind bei Nutzern überaus beliebt. In den USA erwägen viele Kunden sogar ein Konto bei der Amazon Bank, bei Google oder Walmart – obwohl diese keine Erfahrung im Finanzwesen vorweisen können. Naht es also, das Ende der Banken?

In der Tat verändern Open Banking und Digitalisierung die Finanzwelt im Eiltempo – für Kunden, Unternehmen und Banken. Fintechs, oft inspiriert durch reale Bedürfnisse oder konkrete Herausforderungen der Gründer, bringen Bewegung in die alte Ordnung und neue digitale Möglichkeiten auf Kundenseite. Entgegen der allgemeinen Auffassung öffnet das Open Banking aber Fintechs allein neue Türen. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit dem Thema Open Banking, was es für Banken bedeutet und wie Banken in dieser neuen Ära relevant und innovativ bleiben können.

Was sind die Veränderungen für Banken?

Das Leben vieler Menschen ist heute zunehmend digital. Dadurch punkten Firmen wie Google und Amazon automatisch – denn sie sind digitale Grössen und fester Bestandteil des Lebens ihrer Kunden. Sie haben das Vertrauen bereits anderweitig gewonnen und bereiten damit auch den Weg für neue digitale Player, und Dienstleistungen, die den Finanzmarkt mit neuen Produkten und Leistungen anreichern. Spätestens mit dem Inkrafttreten der Zahlungsdiensterichtlinie 2 sollten Banken diese neue Tatsachen für sich nutzen, statt sie zu scheuen. Innovation und Kollaboration mit Dritten sollte für Banken jetzt erstrebenswert sein.

Es ist kein Geheimnis, dass Finanzgeschäfte heute nicht mehr allein den Banken gehören - Kooperationen sind gefragt! Klick um zu Tweeten

Andernfalls besteht die Gefahr, dass Banken als unflexible Institutionen gesehen werden, die Konten und Geld wie vor 30 Jahren verwalten – während andere Player echten Mehrwert bieten. Speziell heute, wenn die Öffnung der Bankenstruktur Fintechs mehr denn je die Möglichkeit gibt spannende, praktische Produkte zu entwickeln. Im Gegensatz zu traditionellen Banken profitieren Fintechs oft von einer flexiblen Unternehmenskultur, und internem technischen Know-How, die es Ihnen vereinfacht die Chancen der PSD2-Richtlinie zu nutzen. In Europa nehmen Kunden diese Angebote zwar dankend an, vertrauen aber letztendlich doch eher ihrer eigenen Bank als einem unbekannten Dritten. Kollaboration schafft hier eine Win-Win Situation für Alle.

Wie beeinflusst die PSD2 das Banking?

Im täglichen Finanzgeschäft sind die beiden grössten Neuerungen die Dienste der Anbieter von Zahlungsauslösediensten oder Payment Initiation Service Provider (PISP) und der Anbieter von Kontoinformationsdiensten (KID) oder Account Information Service Providers (AISPs). Die Letzteren greifen im Auftrag eines Kunden auf Informationen zu, die bei kontoführenden Finanzinstituten hinterlegt sind, um die Daten zu analysieren und zu konsolidieren, so dass sich diese wiederum für Services von anderen Banken und Drittanbietern nutzen lassen. Erteilt ein Kunde einem PISP den Auftrag zur Auslösung einer Zahlung, greift der Anbieter auf das Online-Banking-Konto des Kunden zu und initiiert die gewünschte Transaktion.

Zu diesem Zweck müssen Banken Dritten, sogenannten Third Party Provider (TPPs), APIs zur Verfügung stellen – und damit eine Reihe an Funktionen und Prozesse, die den Zugriff auf Kundendaten und Finanztransaktionen ermöglichen. Das ist eine große Veränderung für Banken. Es gibt jedoch Lösungen, die Banken einen reibungslosen Übergang ermöglichen. Und die Ideen, wie Finanzinstitute von der eigenen API profitieren können, häufen sich.

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Was sind die Chancen für Banken im Rahmen des Open Banking?

API Banking macht’s möglich: Verbessertes Angebot und diversifizierte Produkte

Die neue Schnittstelle ist die größte Veränderung und Chance für Banken. Eine API ermöglicht den Austausch von Daten zwischen Kunde, Bank und anderen Anbietern. Die Bank schafft sich einen entscheidenden Vorteil, indem sie nicht nur Dritten diesen Zugang gewährt, sondern die API auch selbst nutzt. In Kollaboration mit Fintechs kann sie Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Vielzahl an verbesserten Diensten und neuen Produkten sein.

Konkrete Ideen gefällig? So arbeiten Fintechs und Banken zusammen, um das Meiste aus dem API-Banking herauszuholen!

Die Produkte anderer Anbieter werden einfach in die eigene Plattform integriert. Indem die Bank als Aggregator für Dienstleistungen auftritt, vergrößert sie die Auswahl für Ihre Kunden ganz ohne Aufwand Ihrerseits. So funktioniert die Umstellung ohne Eingriff in das Kernbankensystem und zeitraubende In-House Entwicklungen. Banken können sich so weiterhin auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Ihre Kunden werden sich über die neuen Produkte im Rahmen ihres Online-Banking freuen, aber haben Sie auch schon darüber nachgedacht diese anderen Kunden anzubieten? Über einen Standard für gemeinsame Dienste, zusammen mit anderen Banken und Fintechs, besteht auch die Möglichkeit Produkte auf mehreren Plattformen anzubieten.

Ihr Risiko – reduziert und reguliert

Obwohl die Maßnahmen noch nicht in Stein gemeisselt sind, sind die Aussichten für Datensicherheit im Open Banking gut. Das Risiko steigt potentiell durch den Austausch von Informationen zwischen Banken. Laut BaFin ist gerade deshalb bereits abzusehen, dass auch bessere Maßnahmen zur Schadensminderung bei Betrugsprävention, KYC und Geldwäschebekämpfung ergriffen werden.

Ihre Daten – analysiert und optimiert

Big Data und Smart Data Analytics sind heute in aller Munde. De facto verfügen Banken bereits über einen wahren Reichtum an Kundendaten. Mit Hilfe von Fintech-Technologie wird die Fülle an Daten entsprechend ausgewertet und in Smart Data verwandelt, um zu der Entwicklung innovativer Dienstleistungen und Produkte beizutragen.

Was hat Big Data mit mir zu tun? Der Digitale Kontocheck ist nur ein Beispiel für intelligente Datenanalyse im Rahmen des Open Banking. Klick um zu Tweeten
Chancen für Banken im Open Banking

Wie wirkt sich das Open Banking auf Kunden und die Beziehung zu ihrer Bank aus?

Eines vorweg: Es ist keine Massenflucht der Bankkunden zu Drittanbietern in Sicht. Laut des World Retail Ranking planen nur 3% der Befragten ihre Finanzgeschäfte unbekannten Anbietern anzuvertrauen. Es ist abzusehen, dass sich Nutzer nach Banken umsehen werden, die innovative Dienste anbieten und gleichzeitig auf Datenschutz achten. Insbesondere Kunden, die weder zu den leidenschaftlichen Digital Natives gehören, noch viel Zeit mit ihren Finanzgeschäften verbringen, werden auf neue Service eher im Rahmen des altbekannten Bankings zugreifen. Das Gros des Kundenstamms wünscht sich heute im Idealfall eine Plattform für alle Dienste und wird die neuen Leistungen im altbekannten Gewand genauso begrüßen.

Taxi-Apps sind nur ein Beispiel wie man Dienstleistungen vereinfacht, indem man sie zusammenführt. Früher bestand “Taxi rufen” aus drei Schritten: Taxi finden, Taxi bestellen, Taxi zahlen. Seit Taxi-Apps wie My Taxi und Uber befinden sich alle Schritte nun an einem Ort.

Fintechs und Banken können dieses Prinzip gleichermaßen anwenden. Nehmen Sie das Beispiel Autokauf: im Rahmen Ihres Bankings können ihre Kunden nun nach einem Auto suchen, einsehen wie viel Geld sie für den Kauf zur Verfügung haben und passende Vorschläge für Kredite erhalten. Intelligent genutzt, kann die Beziehung Kunde-Bank aus den Veränderungen also gestärkt hervorgehen.

Open Banking ist besseres Banking

Viele Banken sahen der forcierten Öffnung Ihrer Struktur für Dritte bis dato mit gemischten Gefühlen entgegen. Inzwischen zeichnet sich jedoch zunehmend ab, dass Banken in der Ära des Open Banking alles andere als auf verlorenem Posten stehen.
Immer noch gehen viele Finanzinstitute davon aus, dass Fintechs im Alleingang profitieren, wenn es um die Nutzung von Kundendaten für neue Produkte und Serviceleistungen geht. Laut eines PWC-Berichts allerdings liegt die größte Chance für Banken ebenfalls genau darin Kundendaten zu sammeln und zu nutzen, um passende und innovative Produkte anzubieten. Durch die Schnittstelle müssen sie diese Produkte dann nicht einmal intern entwickeln, sondern können Fintechs diese Arbeit überlassen und von dem Ergebnis profitieren.

Während existierende und neue Start-Ups im Finanzbereich in Deutschland eine BaFin-Erlaubnis beantragen müssen, und vergleichbare Lizenzen in anderen Ländern, profitieren Banken von ihrer bestehenden Struktur, Zertifizierung und Kundendaten, zu denen sie nicht erst Zugang beantragen müssen. Banken sollten das Vertrauen, das sie über Jahrzehnte aufgebaut haben als Vorsprung sehen, um sich als Partner für Fintechs zu etablieren und enge Verbündete Ihrer Kunden zu bleiben.

 

Mann und Frau mit Umzugskarton

Bonitätsprüfung vor der Mieterauswahl: Der digitale Mietercheck macht’s möglich!

Wer eine Wohnung über ein Immobilienportal vermietet, kennt die Situation. Dutzende, in Trend-Städten sogar mehrere Hundert Mietanfragen trudeln innerhalb weniger Stunden ein. Neben subjektiven Auswahlkriterien wie Familienstand, Haustieren und Rauchgewohnheiten stellen sich Makler und Vermieter ziemlich schnell die Frage nach der Solvenz der Kandidaten. Kann sich ein Interessent die Wohnung überhaupt leisten?

Um die Mieter-Bonität zu prüfen, könnte eine alte Faustregel Orientierung geben. Danach sollte die Kaltmiete maximal ein Drittel des Nettoeinkommens betragen. Doch zum einen ist diese Größenordnung angesichts wachsender Mieten nicht mehr aktuell. Rund 40 Prozent der Haushalte in Deutschlands Großstädten geben deutlich mehr aus. Zum anderen ist das Verhältnis Miete gegenüber Einkommen ohnehin eine rein theoretische Zahl. Sie gibt wenig Aufschluss über die tatsächliche Zahlungsmoral eines Mietinteressenten.

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SCHUFA-Auskunft ist nur die halbe Wahrheit

Ob sich ein Interessent eine Wohnung leisten kann, hängt neben dem Haushaltseinkommen von vielen anderen finanziellen Verpflichtungen ab. Je nachdem, welche Versicherungen, Kreditverpflichtungen und regelmäßigen Ausgaben Wohnungsbewerber haben, unterscheidet sich deren Liquidität am Monatsende erheblich voneinander. Das gilt selbst dann, wenn das Nettoeinkommen gleich ist.

Um die Bonität eines Mieters zu prüfen, gibt es zahlreiche Lösungen. Große Immobilienportale wie ImmobilienScout24 und Immonet bieten einen Bonitätscheck in Zusammenarbeit mit der SCHUFA an. Doch wie bei allen Auskunfteien basiert auch die SCHUFA-Auskunft auf historischen Daten.

Creditreform, SCHUFA & Co. reflektieren zu wenig die ganz aktuelle Zahlungsfähigkeit und Zahlungsmoral eines Mietinteressenten. Klick um zu Tweeten

Neue Bonitätsrisiken können sich aus einer kurzfristigen Veränderung des Haushaltseinkommens ergeben. Möglicherweise sind diese in der Bonitätsauskunft für einen Mietinteressenten noch nicht berücksichtigt. Gleichzeitig kann die historische Betrachtungsweise zum Problem für Wohnungssuchende werden, auch wenn sie für ihren zukünftigen Vermieter ein interessanter Kandidat wären. Weit zurückliegende Probleme bei der Liquidität belasten das Bonitätsprofil, selbst wenn sie heute keine Rolle mehr spielen.

Makler und Vermieter können Auskunfteien durchaus zur Orientierung heranziehen, um Informationen über ausgewählte Mietinteressenten zu sammeln. Für eine verlässliche Beurteilung der Bonität reichen diese nicht aus. Dazu reflektieren sie zu wenig die aktuelle Zahlungsfähigkeit und Zahlungsmoral eines Kandidaten.

Mieter-Solvenz-Check: Es geht auch online!

Wie jedes Vertragsverhältnis sollte auch ein Mietverhältnis von Anfang an auf Vertrauen aufbauen. Makler und Vermieter wollen sich berechtigterweise einen Eindruck von der Solvenz des potenziellen Mieters verschaffen. Gleichzeitig haben Mietinteressenten ein natürliches Interesse daran, Vertrauen aufzubauen, indem sie relevante Informationen zur Verfügung stellen.

Ob ein Mieter seine Miete zahlen kann, hängt in erster Linie von seiner aktuellen Haushaltsrechnung ab. Diese wird von keiner Auskunftei erfasst. Der digitale Mietercheck ist eine neue Lösung, die diese Lücke überbrückt. Mit dessen Hilfe lässt sich eine Bonitätsprüfung in Echtzeit auf Basis aktueller Daten aus dem Online-Banking-Konto des Mietinteressenten durchführen.

Der digitale Mieter-Check integriert sich nahtlos in den Online-Ablauf zwischen Vermieter und Mieter und liefert ein zuverlässiges Bonitätsprofil. Klick um zu Tweeten

Beispielsweise bietet CheckRental.net und FINcredible zusammen mit FinTecSystems als Kontoinformationsdienst eine Online-Bonitätsprüfung potenzieller Mieter an. Schon für wenige Euro bieten die Portale Vermietern und Maklern eine Auswertung der relevanten Bankdaten an. Diese ermöglicht eine verlässliche Aussage darüber, ob ein Mietinteressent über stabile Einkommensverhältnisse verfügt. Und sie belegt, ob ein Mieter in den vergangenen Monaten seine Miete regelmäßig bezahlt hat.

  • Fordert ein Makler oder Vermieter eine Bonitätsprüfung an, gibt der Mieter über eine Eingabemaske seine Bankdaten ein. Damit genehmigt er den Zugriff auf die mietrelevanten Informationen seines Online-Kontos.
  • Den Zugriff erhalten nicht Anbieter wie CheckRental.net und FINcredible selbst, sondern zertifizierte Kontoinformationsdienste wie zum Beispiel wir bei FinTecSystems.
  • Der beauftragte Kontoinformationsdienst (auch Account Information Service Provider = AISP) greift nach der Genehmigung durch den Kontoinhaber auf den digitalen Kontoauszug zu. Dabei werden die mietrelevanten Einnahmen und Ausgaben analysiert.
  • Auf Basis dieser Informationen wird ein Bonitätsprofil erstellt, dass mit Zustimmung des Kontoinhabers dem Makler bzw. Vermieter zur Verfügung gestellt wird.
Der digitale Mietercheck via XS2A

Maklern und Wohnungseigentümer steht damit eine digitale Lösung zur Verfügung, die sich nahtlos in den Bewerbungsprozess um eine Wohnung integriert. Gleichzeitig ermöglicht der digitale Mietercheck für Vermieter eine zuverlässige Bewertung der Bonität. Mietinteressenten profitieren von einer rein digitalen Bewerbungsstrecke und geben wiederum nur Informationen preis, die zur Beurteilung der Mieter-Solvenz tatsächlich benötigt werden. Das mühselige Ausfüllen einer papierhaften Selbstauskunft und das separate Einreichen von Gehaltsnachweisen entfällt. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten!

Sie sind Makler oder Vermieter. Fragen Sie sich, wie Sie angesichts der Vielzahl an Mietinteressenten den Überblick behalten? Wissen Sie, wie Sie einen solventen Mieter auswählen? Kontaktieren Sie uns und erfahren Sie in wenigen Minuten, wie der Mietercheck online funktioniert!

Smart Data statt Big Data

Der digitale Kontocheck: Intelligente Datenanalyse dank Smart Data!

Wenn es um Datenanalyse geht, ist Big Data eines der großen Schlagwörter unserer Zeit.
Das Prinzip: Dank automatisierter Prozesse generieren Unternehmen täglich große Mengen an Datenpunkten, sowohl in unstrukturierter als auch in strukturierter Form. Big Data ist nun bereits seit einigen Jahren im Trend und auch Fintechs bedienen sich Big Data, um neue Produkte zu entwickeln und Dienstleistungen zu erbringen. Branchenübergreifend wird enorm in diese Prozesse und Technologien investiert. Zurecht? Ja und Nein. Befürworter zählen gerne die Vorteile von Big Data auf, es gibt allerdings immer mehr Kritiker des Konzepts. Ihr Punkt: Masse allein bringt’s nicht!

Zu viele Menschen hängen sich an der Menge der Daten auf, anstatt sich auf ihre Qualität zu konzentrieren. Klick um zu Tweeten

Bedenkt man den Aufwand, der oft betrieben wird, um Daten zu sammeln, die dann nicht genutzt werden, oder die sich später als die falschen Daten herausstellen, ist die Effizienz der Methode fraglich. Manchmal fehlen schlichtweg die Kapazitäten oder Tools, um die Daten korrekt zu interpretieren. Denn um analysierbar zu werden, muss die Datenmenge erst normiert, standardisiert, definiert, gebündelt und in Kontext gebracht werden. Nur entsprechend aufbereitete Daten bringen echte Erkenntnisse, ohne diese sind Big Data lediglich eine nicht zu bewältigende Datenmasse.

Intelligent genutzt, hält Big Data durchaus, was es verspricht. Für den digitalen Kontocheck sind große Datenmengen der erste Schritt auf dem Weg zu einem fertigen, umfassenden Endprodukt für Bank und Kunde. Bei der Entwicklung desselben kommt der Begriff Smart Data ins Spiel. In diesem Artikel erklären wir nicht nur wie der digitale Kontocheck funktioniert, sondern auch wie Smart Data für ein optimales Ergebnis eingesetzt wird.

Big Data, ja oder nein? In unserem Artikel Big Data in der Banken- und Finanzwelt: Hype oder Heilung? diskutieren wir die Vor- und Nachteile von Big Data und welche Rolle es für Banken und FinTechs spielt.

Smart Data ist das neue Big Data

Unter Berücksichtigung der Interessen des Unternehmens, oder schlichtweg dem Zweck, den es erfüllen soll, kann Big Data individuell gefiltert und analysiert werden, um echten Mehrwert zu bringen. Big Data wird dann zu Smart Data, wenn gezielt gesammelt und optimiert wird.

Smart Data ist Big Data - bereinigt, gefiltert und in den richtigen Kontext gebracht. Klick um zu Tweeten

Big Data wird oft über die fünf “V”s definiert:

  • value
  • variety
  • volume
  • velocity
  • veracity

Zu deutsch: Wert, Vielfalt, Volumen, Geschwindigkeit, Vertrauenswürdigkeit oder Genauigkeit). Smart Data trägt in erster Linie zu weniger Volumen “V” bei. Nur nützliche Informationen, die zu der Lösung eines Problem beitragen, werden präsentiert. Die Vielfalt kann, muss dabei aber nicht weniger werden. Dies hängt von dem Screening-Prozess ab, der verwendet wird, um die Daten zu filtern. Im Falle des digitalen Kontochecks werden ausschließlich für die Kreditvergabe relevante Daten gesammelt. Hier werden Wert, Geschwindigkeit und Genauigkeit der gesammelten Daten durch die Reduktion in Volumen allesamt verbessert.

Smart Data für den digitalen Kontocheck

Wer die Angaben eines Kreditantragstellers validieren will, braucht bislang vor allem eins: Zeit. Der Digital Account Check verwandelt Big Data in Smart Data, um diesen Weg abzukürzen. Für den digitalen Kontocheck ist das Sammeln und Analysieren aller wichtigen Daten zentral. Um korrekte Ergebnisse zu erhalten, ist nicht die Fülle der Daten entscheidend, sondern die Analysemethode. Bereits 2013 fasste das Magazin WIRED es treffend zusammen:

Smart data” is information that actually makes sense

Big Data dient als Ausgangspunkt, um nützliche Informationen zu extrahieren und zu kategorisieren. Dazu gehört zum Beispiel die Transaktionshistorie. Für den digitalen Kontocheck werden nur nützliche Daten ausgewertet: um die Haushaltsrechnung durchzuführen, die Kapitaldienstfähigkeit zu errechnen und die Datenmenge nach bonitätsrelevante Kriterien zu filtern. Mit dieser Strategie erhält die Bank genau die Informationen, die sie benötigt, aggregiert und individuell für sie zusammengestellt.

Schnell, transparent, sicher. Warum der Digital Account Check eine Win-Win Situation für alle Beteiligten schafft.

Smart Data für den digitalen Kontocheck

Mehr als eine lange Liste: Anreicherung und Aufbereitung der Daten

Bei dem Digital Account Check ist die Devise: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich. Dieses Prinzip erleichtert allen Beteiligten das Leben, denn niemand braucht irrelevante Daten. Sobald der Kunde sein Einverständnis gibt und die Daten bestätigt, bezieht der Anbieter des digitalen Kontocheck alle ergänzenden Informationen, die beispielsweise zur Genehmigung eines Sofortkredits benötigt werden. Dazu gehören Auskunfteien, Fraud-Checks, PEP-Abgleich oder auch Adress-Verifikation. Wenn alles funktioniert hat, wird der Kreditvertrag direkt zur Unterschrift freigegeben. Kein Drucker nötig! Unterschrieben wird rechtssicher und digital mit online verfügbaren Tools wie WebID Contract Qes oder IDnow eSign. Einfacher geht’s nicht, weder für die Bank, noch für den Kunden.

Neben dem Sammeln und Analysieren relevanter Daten, ist das Aufbereiten ein wichtiger Aspekt von Smart Data. Der digitale Account Check liefert alle Daten in verifizierter Form für eine Kreditentscheidung – und das in Echtzeit. Alle Daten des Kunden werden auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft, wodurch ein vollständiges Risikobild entsteht. Dazu gehören persönliche, finanzielle und wirtschaftliche Kennzahlen, Konten und die Kredithistorie des Kunden. Diese Informationen werden der Bank übertragen, die dann nur noch den eigentlichen Kredit gewähren muss. Für Banken bedeutet das revisionskonforme Datenhoheit und deutlich weniger operativen Aufwand.

Interessiert an einer Lösung, die die Bonitätsprüfung in Echtzeit ermöglicht? Kontaktieren Sie FinTecSystems für mehr Informationen zu dem digitalen Kontocheck!

Smart, schnell, gründlich: Der digitale Kontocheck erleichtert Banken und Endkunden das Leben

Auf den ersten Blick kommt der digitale Kontocheck als eine einfache Sammlung von Kundendaten daher. Bei genauerem Hinsehen ist er aber viel mehr als das: das Sammeln von Daten ist nur der erste Schritt eines Prozesses, der von eingehender Analyse, über passgenaue Aufbereitung und kundenspezifischer Präsentation bis hin zur Unterschrift des Kunden reicht. Komplex ist dies dennoch nur für die automatisierte Datenanalyse, die Kreditvergabe für Banken wird dadurch um ein Vielfaches erleichtert. Dank Smart Data wird der Digital Account Check zu einem vollwertigen Produkt, welches die Bank nur noch in letzter Instanz anfassen muss: Für das finale „OK” zur Gewährung des Kredits.

Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz: Turbo für die Banken- und Finanzwelt?

Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz: Turbo für die Banken- und Finanzwelt!

Daten und deren automatisierte Verarbeitung mit Hilfe Künstlicher Intelligenz gelten als Schlüssel zur digitalen Transformation in nahezu allen Branchen. In der Banken- und Finanzwelt gibt es bereits zahlreiche Anwendungsszenarien, die ohne Big Data und Künstliche Intelligenz kaum vorstellbar wären.

Zahlreiche FinTechs entwickeln intelligente Banking-Apps, die Finanzangelegenheiten für Kunden weitgehend selbstständig organisieren und sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Spezialisierte Dienstleister wie wir bieten die Analyse und Kategorisierung von Bankdaten auf Basis selbstlernender Algorithmen – aus Big Data wird Smart Data.

#BigData und Künstliche Intelligenz (#KI) verändern die Finanzwelt fundamental. Am Ende profitieren Banken, #FinTechs und Endkunden gleichermaßen. Klick um zu Tweeten

Dahinter steckt der Ansatz des maschinellen Lernens, besser bekannt als Machine Learning: Komplexe mathematische Algorithmen veredeln unstrukturierte Daten zu wertvollem Wissen. In diesem Blogbeitrag sehen wir uns an, wie Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz die Finanzwelt verändern – und wie davon Banken und FinTechs sowie am Ende vor allem Kunden profitieren können.

Aus Big Data wird Smart Data, doch was heißt das ganz konkret? Am Beispiel des digitalen Kontochecks erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, wie Daten in der Finanzwelt auf intelligente Art und Weise zum Einsatz kommen.

Künstliche Intelligenz als Schlüssel zur Digitalisierung?

Die Diskussion um den Einsatz neuer Technologien in der Finanzwelt dreht sich im Kern immer wieder um ein und dieselbe Frage: Wie lässt sich das traditionelle Geschäftsmodell der Banken zukunftstauglich machen? Viele Banken, so Branchen-Kritiker, hätten sich in den letzten Jahren zu sehr auf ihrem konventionellen Geschäftsmodell ausgeruht und dabei aus dem Auge verloren, wie sich der Lifestyle und die Bedürfnisse der Kunden verändern – Stichwort Digitalisierung!

In der Digitalisierung wird dann zugleich die Antwort auf die Frage gesehen, wie sich Finanzinstitute besser für die Zukunft aufstellen können. Dabei wird häufig übersehen, dass sich viele Führungskräfte noch längst nicht ausreichend mit den Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien auseinandergesetzt haben.

Die 21. CEO-Umfrage von PwC ergab, dass bei Banken das Thema Digitalisierung neben Fragen der Regulierung ganz oben auf der Management-Agenda steht. Doch wenn es um eine konkrete Technologie wie Künstliche Intelligenz geht, haben nur 44 Prozent der befragten Führungskräfte aus Banken eine klare Vorstellung davon, wie diese die Customer Experience verbessern oder andere Verbesserungen bewirken kann.

Künstliche Intelligenz als Schlüssel zur Digitalisierung_
Nur 44 Prozent der Bank-Manager wissen, wie Künstliche Intelligenz das Kundenerlebnis verbessern kann.

Burkhard Eckes, Leiter Banking & Capital Markets bei PwC Deutschland, betrachtet dies kritisch: „Es ist an der Zeit, dass die Banken guten Gewissens ihren Fokus von drohender Überregulierung hin zu anderen, wichtigen Themen verlagern können – etwa auf die Digitalisierung und alles, was mit ihr zusammenhängt, von Big Data über künstliche Intelligenz bis hin zu Cyber-Security“.

Digitalisierung öffnet Finanzmarkt für neue Player

Big Data und Künstliche Intelligenz eröffnen Banken neue Möglichkeiten, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und sich stärker ihren Kunden zuzuwenden. Die These: Digitale Transformation findet auf allen Ebenen des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens statt, Kunden leben digital. Daher können auch Finanzinstitute in dieser digitalisierten Umgebung nur bestehen, wenn sie umfassend in neue Technologien wie Künstliche Intelligenz investieren.

Zu diesem Ergebnis kommt auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die sich in Kooperation mit der Partnerschaft Deutschland, der Boston Consulting Group und dem Fraunhofer IAIS in einer ausführlichen Studie mit den Auswirkungen von Big Data und Künstlicher Intelligenz auf die Finanzbranche beschäftigt hat.

Etablierte Finanzinstitute können im digitalen Lifestyle nur bestehen, wenn sie sich für neue Technologien wie Künstliche Intelligenz öffnen. Klick um zu Tweeten

Die Studien-Herausgeber weisen auf eine Entwicklung in der Finanzwelt hin, bei der es schon bald zu einer „The Winner Takes It All“-Situation kommen könnte. Der digitale Fortschritt und die massenhafte Verarbeitung von Daten mit Hilfe Künstlicher Intelligenz erhöhten einerseits die Effizienz und senkten die Kosten, so die BaFin. Andererseits müssten Banken jederzeit mit dem Markteintritt großer Technologiekonzern rechnen, für die intelligente Datenverarbeitung Alltagsgeschäft sind.

„So mancher etablierter Bank und so manchem klassischen Versicherer droht bei einem Markteintritt der Bigtechs, viel Ertragspotenzial und vor allem die Kenntnis über ihre Kunden aus erster Hand verloren zu gehen“, kommentierte BaFin-Präsident Felix Hufeld die Studienergebnisse.

Innovationspartnerschaften zwischen Banken und FinTechs

Um sich ihren Traditionsmarkt nicht von „Bigtechs“ wie Amazon, Apple oder Google streitig machen zu lassen, suchen Banken den Schulterschluss mit aufstrebenden FinTechs, die sich etwa auf neue Zahlungsdienste und die Modernisierung der Kundenschnittstelle konzentrieren. In Innovationspartnerschaften adaptieren etablierte Finanzinstitute schrittweise neue Technologien und machen damit ihr Geschäftsmodell fit für die Zukunft des Bankings.

Das macht Sinn, denn FinTech-Startups, die sich am Banking-Frontend mit neuen Apps und Services positionieren, sammeln dort viele Daten, die sich wiederum für alle Beteiligten, vor allem für die Banken selbst, für Prozessverbesserungen oder für die Entwicklung neuer Banking-Produkte nutzen lassen. Drehte sich vor nicht allzu langer Zeit die Diskussion noch um das Ersetzen von Banken durch FinTechs mit ehrgeizigen Zielen im Finanzmarkt, ziehen mittlerweile viele Beteiligte gemeinsam an einem Strang. Startups entwickeln Services, die bei großen Finanzinstituten die Digitalisierung voranbringen und umgekehrt profitieren Newcomer von der jahrzehntelangen Erfahrung der Banken.

Innovationspartnerschaften zwischen Banken und FinTechs
Etablierte Banken und aufstrebende FinTechs: Aus den einstigen Rivalen sind längst Verbündete geworden.

Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit stehen immer wieder die smarte Nutzung von Daten auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Dadurch können Banken ihr Angebot zügig weiterentwickeln und sich stärker an den tatsächlichen Anforderungen des Marktes orientieren. Geht es um die nächste Generation der Finanzinstitute, sprechen Experten von der kognitiven Bank. Die Vorstellung lautet: „Die kognitive Bank basiert dabei vor allem auf großen Datenmengen, einer sicheren und agilen Infrastruktur sowie einem Ökosystem, aus dem ständig neuer Mehrwert für Kunden und die eigene Bank generiert wird.“

Big Data und Künstliche Intelligenz sind Wettbewerbsvorteil

Neue Technologien wie Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz sind die Triebfeder für die digitale Transformation. Sie helfen, über Jahrzehnte gewachsene Kernkompetenzen und die solide Infrastruktur der Banken mit dem wachsenden FinTech-Ökosystem, das große Mengen an heterogenen Daten erzeugt, zu kombinieren.

Der kognitive Ansatz verschmilzt diese Dimensionen miteinander mit dem Ziel, die Kernkompetenzen aller Beteiligten zu stärken und gleichzeitig neuen Mehrwert für Kunden zu generieren. Damit sind Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz nicht nur der Turbo für die Banken- und Finanzwelt, sie sind die Voraussetzung für die Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Banken.

In der Finanzwelt ist Big Data längst Realität. Wie können Banken und FinTechs die zahlreichen Datenquellen nutzen, um bessere Banking-Angebote zu entwickeln und schneller am Markt zu agieren? Unser Blogbeitrag gibt Antworten.

PSD2 - Wie Banken profitieren können!

First Movers – Wie Banken von PSD2 profitieren können

Seit 13.01.2018 ist die Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 in Europa umsetzungspflichtig. Für Banken bringt sie zwar bestimmte Herausforderungen mit sich – aber sie öffnet vor allem neue Türen.

Zahlreiche Finanzinstitute sind momentan noch mit der Umsetzung der Mindestanforderungen beschäftigt, doch gleichzeitig tun sich neue Chancen im Rahmen des Open Banking auf. Banken, die rechtzeitig reagieren, können sich dabei anhand neuer Geschäftsmodelle einen Platz an der Spitze der Banking-Wertschöpfungskette sichern.

Generell gilt: Entsprechende Modelle sollten darauf abzielen, dem Kunden über ein diversifiziertes Angebot einen echten Mehrwert zu bieten. Denn der Grundgedanke der Europäischen Kommission ist klar definiert: Der Nutzer steht bei der PSD2 im Vordergrund. Ein besserer Kundenschutz, mehr Innovationen und eine generell stärkere Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Marktes waren der Antrieb für die neue Richtlinie.

Dirk Rudolf, Co-Gründer und Geschäftsführer von FinTecSystems, sieht die großen Chancen ebenfalls im Fokus auf den Kunden. Im Interview mit der Online-Plattform Horizont redet er über neue Möglichkeiten der Kundenakquise, die “neben dem Kreditwesen, in Multi-Banking-Apps, in der Vertragsoptimierung und insbesondere auch in der Digitalisierung von Bankprozessen wie zum Beispiel beim Kontowechsel oder Kreditantrag“ liegen. Doch es sind nicht nur die neuen Produkte, die die Finanzwelt revolutionieren sollen: Umsatzdatenanalyse und die Verwertung vorhandener Kundendaten spielen seit der PSD2 eine wesentlich größere Rolle. Für Banken sind die Veränderungen am besten in Zusammenarbeit mit innovativen Playern anderer Bereiche umzusetzen. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns damit wie diese Zusammenarbeit aussehen kann.

Von der traditionellen Bank zum digitalen Finanzdienstleister

Kunden sind es heutzutage gewohnt alles online erledigen zu können und wünschen sich dies auch für ihre Finanzgeschäfte. Finanzinstituten, die das nicht als reine Bedrohung empfinden, eröffnen sich durch diese veränderten Erwartungen ihrer Kunden neue Perspektiven.

XS2A – Das eigene Angebot differenzieren

Der sogenannte Access to Account (XS2A) ist für Grossteile der Finanzwelt immer noch ein Schreckgespenst. Geschickt genutzt wird die Öffnung der Infrastruktur, mittels der erforderlichen neuen API, allerdings zum klaren Vorteil für Banken! Anhand von XS2A integrieren zukunftsorientierte Banken bereits von Fintechs entwickelte Service in ihr Online-Angebot. Fintechs wiederum bringen durch ihre Erfahrung, und Infrastruktur für die Entwicklung solcher Dienstleistungen, einen echten Mehrwert und können bereits eine Reihe eleganter, nutzerfreundlicher Frontends vorweisen. Als Aggregatoren erweitern Banken damit erweitern Banken das eigene Produkt durch die Kooperationen mit FinTechs individuell.

Thomas Teuber, Geschäftsleiter der SKG BANK, einer Zweitmarke der DKB, spricht im Interview über die konkreten Vorteile, die die Bank durch die Nutzung der API bereits hat:

“Über die API lassen sich Schnittstellen von Partnern anbinden, die uns und unseren Kunden ein Erlebnis bieten, wie wir es in Eigenregie wahrscheinlich nicht so schnell hinbekommen würden”.

Lesen Sie mehr zu den Geschäftsmöglichkeiten mit XS2A in unserem neuesten White Paper Banking API: Die Schnittstelle zur Zukunft!

Banken eröffnet sich hier ein massiver Geschäftsvorteil: Bereiche wie die Softwareentwicklung verdienen mit dem Angebot von Leistungen Dritter bereits deutlich mehr als mit ihrem eigentlichen Kernprodukt.

#Banken ergänzen ihr eigenes Portfolio mit Leistungen von Drittanbietern (#TPP) und machen es dadurch attraktiver für ihre Kunden ohne selbst in die Entwicklung investieren zu müssen. Klick um zu Tweeten

Auf diese Weise können sich Banken weiter auf ihre Stärken konzentrieren und haben, neben ihren traditionellen Funktionen, zudem die Chance, eine neue, größere Rolle für ihre Kunden zu spielen.

Von der traditionellen Bank zum digitalen Finanzdienstleister

Unkomplizierter Kontowechsel

Seit PSD2 ist es deutlich einfacher neue Kunden zu gewinnen. Banken können durch einen schnellen und digitalen Kontowechselservice direkt überzeugen, oder mehr über Nutzer eines Wettbewerbers erfahren, um dann einen besseren Service, bessere Produkte und ein besseres Kundenerlebnis anzubieten.

Selbst bei einer guten Produktpalette scheitert der Wechsel oft noch an der für den zukünftigen Kunden zu lästigen Bürokratie – durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Fino.digital oder Finreach können Banken diesen Kontowechsel immens vereinfachen. Dank mehr Transparenz in den Vertragskonditionen und eine unkomplizierte Abwicklung können Banken so gerade junge, digital versierte Neukunden gewinnen. Im Interview mit Startup Valley News nennt Oliver Haberstroh, Abteilungsleiter Direktvertrieb der Postbank, dies auch als Grund für die Zusammenarbeit mit Finreach: “Wir möchten unseren Kunden digital und persönlich begegnen.”

Kredit der Zukunft

Stefan Krautkrämer, Co-Gründer und Geschäftsführer von FinTecSystems, hat am eigenen Leibe erlebt, wie langwierig die Beantragung eines Kredits bzw. einer Kreditkarte sein kann. Der Klassiker- die Schufa- schafft dabei zwar Sicherheit für die Institute, die Kredite vergeben, jedoch häufig zum Leidwesen der Kunden. Die perfekte Schufa-Akte hat praktisch niemand und damit praktisch jeder ein Problem bei der Kreditvergabe.

Dank der Öffnung der Bankeninfrastruktur können Kunden diese Hürde nun, auf Wunsch, leichter überwinden. Dank des Digital Account Check gibt es bereits Lösungen für Kreditvergleich und Beantragung, die dem Komfort des Preisvergleichs in nichts nachstehen. Check24 ist ein Beispiel sofortiger, unkomplizierter Kreditabwicklung, die das nervenaufreibende Antragsverfahren stark abkürzt. Seit PSD2 sind diese Service sicherer als je zuvor – nur Unternehmen mit einer BaFin-Erlaubnis dürfen sie anbieten. Dadurch können Banken jetzt zuverlässig auf die Qualität der Leistungen vertrauen, die sie anbieten.

Ähnliche Angebote zum Kreditwesen können auch Banken ihren Kunden direkt im Online-Banking zur Verfügung stellen. Eine klassische Win-Win Situation: Die Bank muss sich nicht vor Abwanderung fürchten und der Nutzer ist dankbar über eine sichere, direkte Lösung seines Problems in einer vertrauten digitalen Umgebung.

Personal Finance Management – Durch Individualisierung punkten

Die Idee des Personal Finance Management ist dem Kunden ein zentralisiertes ,,Everyday Banking” anzubieten. Weit über die momentanen Funktionen des Online-Bankings hinaus, kann Personal Finance Management Nutzern bei der Verwaltung und Kontrolle von Finanzen behilflich sein. Die automatische Kategorisierung von Buchungen sowie grafische Auswertungen sind beispielhafte Funktionen für eine organisierte Transaktionsübersicht.

Im Rahmen des Multibanking stellen Banken ihren Kunden die Verwaltung aller ihrer Konten in einem Online-Banking-Portal zur Verfügung. Für viele Nutzer ein überzeugendes Angebot – denn es bedeutet weniger Passwörter und mehr Zeit für andere Dinge! Die Möglichkeiten des Multibanking sind schier unbegrenzt.

Indem sie diese Bedürfnisse ihrer Kunden im Detail analysieren, können sie hier passgenaue Angebote machen. FinTecSystems bietet hochmoderne, effektive Datenanalyse durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Mit dem Fokus auf ein optimiertes Kundenerlebnis intensivieren Banken die Beziehung, erschließen neues Ertragspotenzial und gestalten das eigene Geschäft zukunftsfähig. Ein schöner Nebeneffekt der maschinengetriebenen Datenanalyse: Bank-Manager gewinnen Zeit, verstehen gleichzeitig die Kundenbedürfnisse besser und der Vertrieb lässt sich effizienter steuern.

Finanzinstitute können ihren Erfahrungsschatz und ihre Datenfülle als etablierter #Zahlungsdienstleister nutzen, um sich von neuen Wettbewerbern zu differenzieren. Klick um zu Tweeten

Von der Theorie zur Praxis

Keine Bank kann auf alles eingehen, was die neue Richtlinie an Chancen bietet. Es gibt jedoch konkrete Schritte, um die neue Situation aktiv anzugehen. In erster Linie ist entscheidend die Wünsche und Ansprüche der Kunden besser zu verstehen und neue Angebote für dieses Zielsegment zu schaffen.

Sind Ihre Kunden eher junge digital natives oder ältere Stammkunden? Bedienen Sie vorwiegend den B2B-Markt?

Dementsprechend sollten Sie auch Ihr Angebot gestalten. Diese Schritte können Ihnen bei der Analyse helfen:

Definieren Sie die Zielgruppe der Bank

Wie das zukünftige Angebot Ihrer Bank aussieht, hängt also in erster Linie von Ihren Kunden ab. Auf der Zielgruppe basierend können Sie über die Integration neuer Dienstleistungen entscheiden und Mechanismen entwickeln, um neue Produkte schnell auf den Markt zu bringen.

Sehen Sie sich verschiedene Anwendungsfälle an

Eine Aufstellung der notwendigen Investitionen sowie der Vor- und Nachteile der Geschäftsmodelle erlaubt es Ihnen im Voraus zu kalkulieren, welche Produkte für Kunden besonders attraktiv sind. Sie können außerdem Ausgaben und zu erwartende Einnahmen kalkulieren und planen wie Sie den Marktanteil der Bank dadurch vergrössern. Sie sollten auch berücksichtigen, wie viel Sie in neue Technologien und Mitarbeiter investieren müssen.

Schaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Kundendaten

In aufbereiteter Form können Sie die Daten, über die die Bank bereits verfügt, stärker nutzen als bisher. So können Sie dank Datenanalyse Betrugsfälle frühzeitig erkennen, die Kundenbeziehung verbessern und Chancen für Monetarisierung identifizieren.

Definieren Sie eine Strategie für das neue API-Banking

Die neue Schnittstelle muss laut der neuen Verordnung geschaffen werden – die große Frage ist, von wem. Ähnlich der neuen Services, die sie integrieren, können Sie diese Schnittstelle von einem Fintech entwickeln lassen. Eine API ist schnell und günstig in die vorhandenen Services integrierbar: ein Entwickler kann die Banking API von FinTecSystems in die eigene Plattform in wenigen Stunden einbinden. Im Anschluss bestimmen Sie dann, wie Sie die API nutzen und monetarisieren wollen.

Technologiepartner finden

Die PSD2 erfordert eine Reihe an Neuerungen im Bereich Technologie, deren Kostenpunkt viele Banken erschreckt. Sie müssen jedoch nicht selbst entwickeln – als Bank können Sie das Potenzial innovativer Fintechs und etablierter Technologiepartner nutzen.

Technologiepartner finden

Freund und Berater – auch von morgen

Laut einer PwC-Studie, rechnen 84 Prozent der Bank-Manager mit der Notwendigkeit strategischer Veränderungen durch PSD2. In den kommenden Jahren wird sich alles darum drehen, diese Veränderungen geschickt zu handhaben. Im Rahmen eines auf die persönlichen Anforderungen zugeschnittenen „Everyday Banking“ können Banken, mit von Fintechs entwickelter Technologie, passgenaue Services wie Kontowechsel, Kredite oder Multibanking zentralisiert auf ihrer Plattform anbieten.

Christian Meyer, Vice President Risk and Compliance bei FinTecSystems, betont, dass „Banken und Fintechs nun einen verlässlichen Rahmen“ haben und diese Dienstleistungen dadurch völlig neue Dimensionen erreichen können. In jedem Fall werden Banken auch in Zukunft entscheiden können, was zu ihrer Unternehmenskultur passt, wie viel und welche Services sie integrieren und was sie ihren Kunden genau bieten möchten.

Wenn das Angebot stimmt, gibt es auch in Zukunft keinen Grund für Nutzer den Banken abtrünnig zu werden. Im Gegenteil:

Banken sind dank ihres Wissen und ihrer Erfahrung prädestiniert, um als Plattform für neue Technologien und Produkte auf dem Finanzmarkt zu dienen. Als erster Ansprechpartner und langjähriger Vertrauter werden sie auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Bank-Manager, die die PSD2-Richtlinie nicht nur als die Pflicht betrachten, sondern aktiv werden und neue Geschäftsmodelle einführen, gehen sogar als klare Gewinner aus diesen Veränderungen hervor – und haben tatsächlich die Möglichkeit ein innovatives Finanzsystem für das tägliche Banking ihrer Kunden zu schaffen. Thomas Teuber formuliert es so: „Unsere Aufgabe ist es, Banking nahtlos in diesen digitalen Lifestyle zu integrieren. Mit API Banking sind wir auf dem besten Weg dahin, haben ganz andere Möglichkeiten und können schnell und flexibel reagieren – aber ein paar Meter liegen schon noch vor uns.“

Sie wollen mehr über API-Banking lesen? Im Einmaleins des API-Banking für Bank-Manager haben wir alles Wichtige für Sie zusammengefasst!

Banken und Fintechs

5 Wege wie Fintechs Banken und Kreditinstituten helfen

Die Ära des Open Banking, die Richtlinien PSD2 und News rund um das API-Banking sorgen fast täglich für Veränderungen in einem lange eher stabilen Sektor. Den meisten Finanzinstituten ist inzwischen klar: mit einer aktiven Herangehensweise bedeutet das Banking der Zukunft nicht das Ende der Banken, das Banking der Zukunft ist, was sie daraus machen.

Die Fintech-Szene ist über die Jahre gereift und hat sich und der Welt bewiesen: wir sind gekommen, um zu bleiben. Trotz Anlaufschwierigkeiten ist auch Banken und Kreditinstituten heute zunehmend bewusst, dass das Potenzial dieser jungen, ehrgeizigen Player genutzt statt gemieden werden sollte.

Kleinere Kreditinstitute haben bereits bewiesen, dass sie schnell und flexibel reagieren und Neuerungen geschickt in ihr bestehendes Konzept einbinden. Gerade Direktbanken haben die unvermeidlichen Veränderungen als Chancen verstanden und nutzen die Angebote von Fintechs aktiv um positiv aufzufallen, anstatt sich von ihnen überrollen zu lassen. In diesem Beitrag zeigen wir an 5 Beispielen, wie die Finanzwelt durch die Zusammenarbeit mit Fintechs Umsätze steigert, neue Geschäftsmodelle nutzt und das Kundenerlebnis verbessert.

Fintechs digitalisieren Bankprozesse

Innovationen, Digitalisierung und neue Technologien ganz ohne große Investitionen? XS2A macht es möglich!

Fintechs sind Experten in der Entwicklung neuer Produkte rund um das Banking. Ob schneller Kontowechsel, Multibanking-Funktionen oder einfache Kreditvergabe in Echtzeit. Über eine Schnittstelle, sogenannte Banking-APIs, lassen sich von Fintechs entwickelte digitale Services bequem in die bestehenden Prozesse der Banken implementieren.

Durch das Einbinden von modernsten Dienstleistungen tragen Banken nicht nur zu dem Image als zukunftsorientierte, digitale Finanzinstitute bei, auch das Finanzmodell wird saniert und es tun sich neue Geldquellen auf. Kunden, die bereits nach unkomplizierten, digitalen Lösungen für ihre täglichen Finanzen suchen, wird so entgegengekommen und sie müssen sich nicht nach alternativen Anbietern für jeden einzelnen Service umsehen.

Kurz und bündig: Mit #Fintechs als Partner können #Finanzinstitute der digitalen Zukunft ruhig entgegensehen. Klick um zu Tweeten

Fintechs helfen Banken bei der Kundenbindung

Die Kooperationen mit Fintechs machen Banken nicht nur fit für die Zukunft, sie tragen auch zu ihrer Attraktivität bei. Der alten Devise folgend, dass 20 Prozent der Kunden 80 Prozent des Umsatzes generieren, wurde oft für Kunden mit einem großen Vermögen ein Großteil der Ressourcen bereitgestellt. Ziel vieler Banken ist inzwischen allerdings das Standardkundengeschäft zu erweitern, damit es in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtergebnis leistet.

Dank der zusätzlichen Einnahmen durch Fintech-Leistungen lohnt es sich nun, sich auf die 80 Prozent zu konzentrieren. Die von Fintechs entwickelten Dienstleistungen, die Banken über XS2A direkt in ihre Plattform integrieren, bieten allen Nutzern ein verbessertes, aktualisiertes Kundenerlebnis- und für Banken bedeuten sie mehr Wertschöpfung pro Kunde. Mit neuen Angeboten punkten Kreditinstitute bei Bestandskunden und schaffen klare Vorteile im Wettbewerb um neue Kunden.

Fintechs helfen bei der Kundenbindung

FinTecSystems entwickelt White Label Produkte, die sich nahtlos in bestehende Benutzeroberflächen einfügen lassen. Sehen Sie sich Beispiele in unseren Case Studies an.

Fintechs beleben das Kreditportfolio von Banken

Kredite sind ein traditionelles Standbein der Banken – und durch die Arbeit von Fintechs geht dieses gestärkt hervor. Mit der Anbindung von Fintech-Produkten können Banken ihren Kunden eine beschleunigte Kreditbeantragung anbieten. FinTecSystems entwickelte entsprechende Lösungen bereits für Banken und verwandte Unternehmen. Dank des Digital Account Check, der eine sekundenschnelle Bonitätsprüfung ermöglicht, bietet etwa cashpresso flexible Ratenzahlung, die in allen Onlineshops genutzt werden kann. Das Unternehmen ermöglicht zudem die schnelle Bewilligung und Auszahlung von Krediten bis zu 1.500 Euro auf jedes Bankkonto.

Fintechs bieten zusätzlich Lösungen für einen sicheren Kontocheck und KI-gesteuerte Datenanalyse an. Seit jeher sind Bankenprozesse stark datengetrieben und Big Data heute nur noch mit maschineller Intelligenz erfolgreich zu handhaben. Machine Learning ermöglicht Fintechs die Klassifikation von Daten in Abhängigkeit von anderen Daten. Konkret nutzen Banken dies zum Beispiel für die automatische Klassifizierung von Finanztransaktionen und eine sichere Bonitätsprüfung. Auf dieser Analyse basierend, können Banken ihren Kunden, ohne Eigenrisiko, den richtigen Kredit zum richtigen Zeitpunkt anbieten.

Fintechs bieten neue Lösungen für alte Herausforderungen

Über Kooperationen mit Fintechs können Kreditinstitute endlich Lösungen anbieten, die schon lange auf der Wunschliste vieler Kunden stehen. Personal Finance Management und Multibanking sind wichtige Themen für digital versierte Kunden, die den Überblick über ihre Finanzen gerne zentralisiert auf einer Plattform behalten möchten. Einfachere Überweisungen und schnellere Kreditvergabe im Rahmen des Online-Banking haben ebenfalls großes Verbesserungspotenzial.

Mit Fintechs im Boot profitieren traditionelle Finanzinstitute von sicheren Netzwerken und modernsten Lösungen, die ehemals langwierige Prozesse wesentlich abkürzen. Und das ganz ohne Kosten für die interne Entwicklung!

Sie wollen die Digitalisierung vorantreiben und Ihren Kunden auch innovative Lösungen anbieten? Wir erklären Ihnen gerne im Detail, was mit API-Banking alles möglich ist.

Fintechs erschließen wertvolle Daten

Die Gesamteinnahmen dauerhaft zu erhöhen gelingt nur, wenn die Potenziale möglichst vieler Kunden analysiert und genutzt werden. Einerseits sind die Kundenbedürfnisse entscheidend, andererseits muss auch die tatsächliche Kaufkraft berücksichtigt werden, um passende Services anzubieten.

Durch #Datenanalyse können entlang der #Bank-Wertschöpfungskette auf den Kunden zugeschnittene Dienste entstehen. Klick um zu Tweeten

Eine Umsatzdatenanalyse ist hier eine geschickte Lösung, um zu erkennen, wo Chancen bis dato noch nicht optimal wahrgenommen werden und investiert werden sollte. Die Umsatzdatenanalyse nutzt auf Machine-Learning basierende Datenanalysetools, um Kreditinstituten zu helfen ihre interne Datenfülle zu verstehen und zu kategorisieren.

Wo in der Vergangenheit eine Reihe an Mitarbeitern viele Stunden in Datenanalyse investieren mussten, sinkt der Arbeitsaufwand dank künstlicher Intelligenz heute erheblich. KI kann, über alle Geschäftsbereiche eines Kreditinstituts hinweg, komplexe Regeln nicht nur anwenden, sondern auch entwickeln. Die auf KI basierenden, von Fintechs bereitgestellten, Lösungen vereinfachen den einst mühsamen und hochkomplizierten Prozess so, dass heute jedes Institut von den Vorteilen der intelligenten Datenanalyse und Datenverarbeitung profitieren kann.

Sie interessieren sich für das Thema Datenanalyse und Big Data im Finanzsektor? In unserem neuen Blog-Artikel “Big Data in der Banken- und Finanzwelt: Hype oder Heilung?” erklären wir, was Sie wissen müssen – und was nicht.


Und das Fazit?

Fintechs und Banken sind weder natürliche Feinde, noch kann in dieser neuen Situationen nur einer gewinnen. Tatsächlich erreichen beide ihr Ziel am schnellsten gemeinsam: den Kunden von sich zu überzeugen und auch in Zukunft eine tragende Rolle in der Finanzwelt zu spielen.

Big Data in der Bankenwelt

Big Data in der Banken- und Finanzwelt: Hype oder Heilung?

In Zeiten der Digitalisierung sind Daten das Lebenselixier für Unternehmen aller Branchen – oder wie der Economist schreibt: das Öl unserer Zeit. Daten helfen Unternehmen unter anderem, das Kundenverhalten besser zu verstehen, neue Geschäftspotenziale aufzudecken und Geschäftsprozesse zu optimieren.

Mit der voranschreitenden digitalen Transformation und Vernetzung auf allen Ebenen der Wirtschaft und Gesellschaft wächst das Volumen der erhobenen und gespeicherten Daten massiv. Big Data ist in aller Munde und Business-Entscheider spüren den Handlungsdruck, die Datenquellen ihres Unternehmens zu nutzen und Big-Data-Initiativen zu starten.

Big Data ist Realität: Die Menge der weltweit erzeugten Daten verdoppelt sich in den kommenden zehn Jahren im Schnitt alle zwei Jahre. Während Skeptiker in Big Data einen überzogenen Hype sehen, ist es als reales Phänomen topaktuell. Alle Hintergründe zur Entstehung und Zukunft von Big Data in unserem Blogbeitrag.

Wenn es um die intelligente Nutzung von Daten geht, kristallisiert sich die Banken- und Finanzwelt als eine der vielversprechendsten Branchen heraus. Etablierte Finanzinstitute arbeiten traditionell mit datengetriebenen Prozesse, die seit vielen Jahrzehnten durch IT-Anwendungen gestützt werden.

Die Vernetzung über neue Apps, Endgeräte und das Internet der Dinge schafft neue Datenpunkte: Big Data wird noch „bigger“. Klick um zu Tweeten

Jetzt, wo der Bankenmarkt durch die PSD2 für Drittanbieter geöffnet wird, die Kundenanforderungen wachsen und die Digitalisierung voranschreitet, stellen sich Entscheider in der Banken- und Finanzwelt ebenfalls die Frage, wie sich Big Data effizienter nutzen lässt. Viele Gründe sprechen dafür, dass es gerade Banken und FinTechs sind, die von Big Data profitieren:

  • Historische Datenbasis: Im Gegensatz zu anderen Unternehmen verfügen Banken über eine umfangreiche Datenhistorie, die detaillierte Einblicke in das Kundenverhalten geben.
  • Zunehmende Vernetzung: Die digitale Vernetzung der Kunden über neue Apps, Endgeräte und das Internet der Dinge schafft neue Datenpunkte, mit denen Banken und FinTechs noch mehr Daten generieren.
  • Steigende Kundenanforderungen: Daten sind eine solide Grundlage, um das Banking-Erlebnis zu optimieren und nahtlos in den digitalen Lifestyle der Kunden zu integrieren – eine Herausforderung, an der vor allem FinTechs arbeiten.
  • Wachsender Innovationsdruck: Finanzinstitute und FinTechs können neue Banking-Angebote aus Daten ableiten und das Innovationstempo dadurch deutlich erhöhen.
Von Big Data profitieren

Mehr Effizienz in der Produktentwicklung dank Big Data

Einer der vielversprechendsten Einsatzbereiche für Big Data in der Finanzwelt ist die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte und Services. Mit mittlerweile rund 2,5 Milliarden Smartphones im Einsatz hat sich der Lifestyle der Kunden radikal verändert. 52 Prozent der Kunden setzen auf mobiles Banking per Smartphone.

Konventionelle Banking- und Finanzangebote, die an den persönlichen Kontakt zu einem Bankmitarbeiter oder gar Filialen gebunden sind, passen nicht zu diesem veränderten Verhalten. Zudem stehen mit Millennials und Generation Z zwei kaufkraftstarke Generationen in den Startlöchern, die in einer digitalisierten Welt aufgewachsen sind.

Diese Zielgruppe ist bereit, mehr Daten zu generieren und mit Banken und FinTechs zu teilen, wenn sich im Gegenzug das Kundenerlebnis verbessert. Damit wird Big Data zu einem wechselseitigen Tauschgeschäft zwischen Anbietern und Kunden, das für Banken und FinTechs einen messbaren Nutzen hat: Laut einer Untersuchung von McKinsey lässt sich die Effizienz in der Entwicklung und Vermarktung neuer Angebote um bis zu 20 Prozent steigern – oder anders gesagt:

  • Schneller am Markt: Big Data verhilft Banken und Fintechs dazu, den Research- und Development-Zyklus für neue Apps und Services zu verkürzen.
  • Angebot trifft auf Nachfrage: Mit Hilfe der aus Big Data gewonnenen Erkenntnisse können sich Banken und FinTechs auf Angebote konzentrieren, die Kunden wirklich wollen.

Die Zukunft von Big Data in der Finanzwelt könnte in Smart Data liegen: Wie lassen sich Daten auf eine intelligentere Art und Weise nutzen, um innovative Banking-Services anzubieten? Der Digital Account Check ist so ein Beispiel, bei dem es weniger um Big, sondern eher um Smart Data geht – erfahren Sie, wie das geht.

White Label Banking

White-Label-Banking: Wachstumshelfer für FinTechs oder nachhaltiges Geschäftsmodell?

Als N26 2015 als Challenger-Bank an den Start ging, nahmen sich die Berliner nicht weniger vor, als das konventionelle Banking-Erlebnis zu revolutionieren. Kunden sollten alle Bankangelegenheiten über ihr Smartphone abwickeln können.

Doch wie kann ein junges Startup eine Bank aufbauen, wenn der Weg zur eigenen Banklizenz und der technischen Infrastruktur lang und kostspielig ist?

  • Investitionen: Newcomer im Banking-Geschäft wie N26 müssten von Beginn an in eine technische Infrastruktur investieren, die bei konventionellen Banken über viele Jahre hinweg gewachsen ist.
  • Banklizenz: Wer im Auftrag von Kunden Konten eröffnet, Transaktionen durchführt und Gelder für Kunden verwaltet, steht unter der deutschen und europäischen Bankenaufsicht und benötigt eine Banklizenz.
  • Registrierung: Der Registrierungsprozess wird durch die BaFin durchgeführt. Ein Jahr Laufzeit sind keine Seltenheit, die Kosten lassen sich am Beginn des Prozesses nur schwer einschätzen.
  • Compliance: Nach erfolgreicher Lizenzierung stehen Banken unter deutscher und europäischer Bankenaufsicht und müssen hohe Compliance-Anforderungen erfüllen.

Für Anbieter, deren Kernkompetenz nicht das Banking an sich, sondern die Entwicklung neuer Apps und digitaler Banking-Services ist, sind dies zusammen genommen beträchtliche Herausforderungen.

Für N26 lag die Lösung im White-Label-Banking und einer Partnerschaft mit der Münchner Wirecard Bank. Als White-Label-Bank im Hintergrund richtete Wirecard Konten ein, stellte klassische Kontofunktionen zur Verfügung und wickelte alle Transaktionen im Auftrag des bei N26 registrierten Kontoinhabers ab.

Mittlerweile ist die Partnerschaft mit der Wirecard Bank Geschichte. N26 verzeichnet inzwischen 2.000 Neukunden täglich – Banking ist für N26 Kerngeschäft und ein funktionierendes Geschäftsmodell. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Berliner Challenger-Bank nach ihrer erfolgreichen Startup-Phase für eine eigene Banklizenz bewerben würde, über die es seit 2016 verfügt.

Was ist White-Label-Banking

Für die Umsetzung vielversprechender Geschäftsmodelle im Banking-Bereich benötigen FinTechs wie N26 und andere Newcomer, die Banking-Produkte anbieten wollen, in der Regel eine Banklizenz. Allerdings können sich die wenigsten FinTech-Startups eine eigene Banklizenz leisten – vor allem aus Zeitgründen. Die Lizenzierung durch die BaFin ist – wie zuvor bereits erwähnt – ein langwieriger Prozess, der viel Geduld erfordert.

FinTechs, die mit einer neuen App oder einem neuen Online-Service an den Markt gehen wollen, verfolgen meist kurzfristige Ziele. Sie entwickeln ein Produkt, das noch nicht perfekt ist, aber die nötige Marktreife besitzt, und sie visieren einen schnellen Produkt-Launch an. Für einen aufwendigen Lizenzierungsprozess, dessen Ausgang ungewiss ist, fehlen Zeit, Ressourcen und Knowhow.

FinTechs benötigen für die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle Lizenzen, die sie via License as a Service-Modelle (LaaS) nutzen können. Klick um zu Tweeten

An dieser Stelle kommen das White-Label-Banking und License as a Service-Modelle (LaaS) ins Spiel. Das White-Label-Prinzip ist in vielen Bereichen ein bewährtes Konzept. Spezialisierte Anbieter, die zum Beispiel eine besondere Software entwickeln, stellen diese anderen Anbietern zur Vermarktung unter deren eigener Marke zur Verfügung. Beide Seiten profitieren von Skaleneffekten:

  • Der eigentliche Entwickler des Ursprungsproduktes schöpft neue Umsatzpotenziale aus und kann seine Investitionen für die Entwicklung und die Kosten für den Betrieb zum Teil kompensieren.
  • Der Vermarkter kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren und erspart sich kapitalbindende Investitionen in die Entwicklung eines Produktes, das er gegen eine Nutzungsgebühr ohne große Anlaufkosten und Zeitverzögerungen einsetzen kann.

Die gleiche Idee steckt hinter dem White-Label-Banking und LaaS-Modellen. Anbieter wie die solarisBank und Wirecard besitzen eine eigene Banklizenz und unterstützen ihre Kunden mit Banking-Knowhow, dem operativen Management und der technischen Infrastruktur.

Was ist White-Label-Banking

Mit der solarisBank (Disclaimer: Die solarisBank ist Kunde von FinTecSystems) hat sich 2016 erstmals ein vollständig auf White-Label-Banking spezialisierter Anbieter auf den Markt gewagt – aus Sicht von Finanzinvestoren ein spannendes Geschäftsmodell: Mehr als 95 Millionen Euro sind bislang in das Berliner Startup geflossen.

Von der Bank im Hintergrund zum Tech-Anbieter

Die solarisBank greift mit dem White-Label-Banking ein Geschäftsmodell auf, das in einer rudimentären Form schon etwas länger in der Bankenwelt praktiziert wurde. Finanzinstitute wie die Hamburger Sutor Bank haben sich schon früh auf die eigenen Banking-Kernkompetenzen konzentriert, während Vermittler sich um den Vertrieb gekümmert haben.

Spezialisierte Banken wie Sutor haben die Wertschöpfungskette schon in den frühen 2000er Jahren aufgeteilt und sich als Bank im Hintergrund auf Fragen der Infrastruktur und des Prozessmanagements konzentriert, während Vermarkter die Kundenbetreuung übernommen haben. Heute allerdings ist die Marktsituation eine völlig andere: Mit PSD2 wird die Öffnung des Finanzmarkts und dessen Digitalisierung durch den Gesetzgeber begünstigt.

White-Label-Banking ist nicht nur ein effizienter Wachstumshelfer für FinTechs, sondern ein spannendes Geschäftsmodell mit Zukunft. Klick um zu Tweeten

Zahlreiche Anbieter, die eigentlich keine Bank sind, etablieren sich im Markt mit innovativen Apps und digitalen Services. Allein in Deutschland sind rund 300 FinTechs aktiv. In diesem Jahr werden die Gesamtinvestitionen in FinTechs weltweit die Schwelle von 30 Milliarden Euro überschreiten. Und selbst Online-Händler wie Zalando arbeiten an eigenen Zahlungslösungen, die ein besseres Kundenerlebnis bieten sollen.

White-Label-Banken wie die solarisBank, die sich auf die Entwicklung einer technologiegetriebenen Banking-Plattform und die Einhaltung aufsichtsrechtlicher und gesetzlicher Anforderungen konzentrieren, sind ideale Partner für all jene Anbieter, die zwar im Finanzbereich Fuß fassen wollen, deren Kerngeschäft allerdings nicht das Banking ist und deren Kernkompetenz es auch nicht werden soll.

White-Label-Banking ist also nicht nur ein effizienter Wachstumshelfer für FinTech-Startups, sondern angesichts der sich öffnenden Bankenwelt ein spannendes Geschäftsmodell.

Die EU-Richtlinie PSD2 reguliert die Öffnung der Banken- und Finanzwelt für Drittanbieter. Über Banking APIs müssen Finanzinstitute Kontoinformationen auf Wunsch ihrer Kunden anderen Anbietern zur Verfügung stellen. Dadurch ist eine neuen Dynamik im Markt entstanden, die den Bankenmarkt nachhaltig verändern wird. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.

 

Bonitätsanalyse 3.0

Kreditantrag 3.0 – 5 neue Online-Geschäftsmodelle, die mit dem digitalen Kontocheck Realität werden

Kunden, die einen herkömmlichen Kreditantrag stellen, kennen das Prozedere: Die kreditgebende Bank prüft die Bonität anhand von Gehaltsnachweisen, Kontoauszügen, Mietverträgen und Auskunftsservices wie SCHUFA oder Creditreform.

Aus Kundensicht ist dieser Vorgang alles andere als komfortabel. Eine Menge Papierkram ist im Spiel und noch dazu kann es Tage dauern, bis die Bank zu einer Entscheidung kommt – womit wir beim nächsten Problem wären: Eine manuelle Bonitätsprüfung ist alles andere als verlässlich.

Legt die Bank dem Scoring veraltete Daten zugrunde oder schleichen sich bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit Fehler ein, ist im Fall einer nicht plausiblen Absage der Kunde frustriert. Übersieht die Bank andererseits Risiken aufgrund der manuellen Prüfmechanismen, kann es zu einer zu optimistischen Beurteilung der Bonität kommen. Im ersten Fall verliert der Kunde, im zweiten Fall die Bank.

Der Kreditantrag 3.0 digitalisiert die Bonitätsprüfung – das beschleunigt den Prozess und verbessert das Kundenerlebnis. Klick um zu Tweeten

Kreditantrag 3.0 digitalisiert den Scoring-Prozess

Die gute Nachricht: Der Kreditvergabeprozess ist ein standardisierter Prozess, der sich mit Hilfe von Technologie automatisieren lässt. Die Weiterentwicklung heißt Kreditantrag 3.0 und bringt Geschwindigkeit und Präzision in die Bonitätsprüfung. Das hilft Banken, einen Großteil des Kreditvergabeprozesses zu digitalisieren.

Genehmigt der Kunde den Zugriff auf sein Online-Banking-Konto, lässt sich seine Liquidität anhand eines digitalen Kontochecks in Echtzeit prüfen und damit die Wartezeit vom Antrag bis zur Entscheidung über die Kreditwürdigkeit auf wenige Sekunden verkürzen.

Hinter dem Kreditantrag 3.0 steckt der Digital Account Check, mit dessen Hilfe sich der herkömmliche Ablauf bei der Bonitätsprüfung digitalisieren lässt. Technisch möglich wird das durch XS2A, also dem Zugang zum Online-Banking-Konto des Verbrauchers. Wie das funktioniert, erfahren Sie in unserem Blog-Beitrag.



Kunden profitieren vom digitalen Kreditantrag gleich in mehrfacher Hinsicht:

  • Weniger Papierkram: Kunden können auf das Sammeln, Scannen und Versenden von Bonitätsnachweisen komplett verzichten und vermeiden das Gefühl, sich finanziell entblößen zu müssen.
  • Schnelle Entscheidung: Das Scoring läuft automatisiert ab, indem Kontotransaktionen aggregiert, kategorisiert und analysiert werden. Manuelle Vorgänge, die den Prozess bislang verzögert haben, werden durch den digitalen Kontocheck minimiert.
  • Reibungsloses Online-Erlebnis: Der Kreditantrag 3.0 lässt sich sauber in Online-Journeys integrieren. Beispielsweise kann ein Online-Anbieter beim Checkout den Kreditkauf anbieten und der Kunde kann alle weiteren Schritte unmittelbar durchführen, ohne sein Online-Erlebnis zu unterbrechen.
  • Maximale Sicherheit: Der digitale Kontocheck läuft via XS2A und Banking APIs, für die mit PSD2 ein sicherer rechtlicher Rahmen existiert. Im Gegensatz zum papierbasierten Austausch sieht die Bank beim Kreditantrag 3.0 lediglich Daten, die für die Kreditentscheidung relevant sind.

Für Banken wiederum erhöht sich die Zuverlässigkeit der Bonitätsprüfung durch eine akkurate und umfassende Datenauswertung auf Basis des digitalen Kontochecks. Gleichzeitig wird der ursprüngliche, umständliche Prozess in einen digitalen, größtenteils automatisierten Vorgang transformiert.

Junger Mann lehnt sich im Stuhl zurück und wirkt entspannt

Finanzinstitute, FinTechs und Online-Anbieter integrieren den Kreditantrag 3.0 in ihr Geschäftsmodell und setzen positive Akzente für die Kreditnachfrage. Wir haben fünf Online-Geschäftsmodelle unter die Lupe genommen.

1. Klassische Banken machen’s digital

Die Vergabe von Krediten ist ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells traditioneller Banken. Doch das herkömmliche, manuelle Scoring-Modell ist einfach nicht mehr zeitgemäß in Zeiten, in denen mehr als drei Viertel der Kunden ihre Bankgeschäfte per Smartphone abwickeln.

Der Kreditantrag 3.0 eleminiert mit Hilfe des digitalen Kontochecks die Medienbrüche im Kreditvergabeprozess. Für den Antragsteller entfällt das manuelle Einreichen von sensiblen Unterlagen zur Kreditprüfung wie zum Beispiel Kontoauszüge oder Gehaltsnachweise. Die Bank kann auf Basis der Daten aus dem Online-Banking eine tagesaktuelle Bonität feststellen.

Banken profitieren von steigenden Kredit-Abschlussraten – zum Beispiel berichtet die Novum Bank von einer Verdopplung! Gleichzeitig steigt die Qualität der Bonitätsbewertung durch eine trennscharfe Haushaltsrechnung und die Prozesskosten sinken dank digitaler Transformation.

Der Kreditantrag 3.0 eleminiert mit Hilfe des digitalen Kontochecks die Medienbrüche im Kreditvergabeprozess. Klick um zu Tweeten

2. Challenger-Banken schließen Datenlücken

Challenger-Banken wie N26 sind relativ neu im Bankengeschäft. Ihr Herausforderung: Im Gegensatz zu etablierten Banken verfügen sie nicht über eine jahrzehntelange Historie an Kundendaten. Eine plausible Bewertung der Kreditwürdigkeit ist aufgrund des kurzen Zeitraums der Kundenbeziehungen nicht möglich.

Der Kreditantrag 3.0 schließt diese Lücke. Mit Hilfe des digitalen Kontochecks über Banking APIs und XS2A generieren Challenger-Banken historische Kundendaten, die sie für eine verlässliche Prüfung der Kreditwürdigkeit ihrer Kunden benötigen.

Herkömmliche Scoring-Modelle wie SCHUFA oder Creditreform sind zwar nach wie vor wichtige Quellen, die zur Kreditentscheidung herangezogen werden. Sie liefern allerdings historische Daten. Der digitale Kontocheck schließt diese Lücke und ergänzt die Bonitätsbewertung um Echtzeitdaten aus dem Online-Banking.

3. Kreditplattformen vermitteln Online-Kredite ohne Medienbruch

Online-Plattformen wie smava, Finanzcheck und Check24, die unter anderem Sofortkredite vermitteln, stehen vor der gleichen Herausforderung wie Challenger-Banken. Ihre Kunden erwarten ein reibungsloses Online-Erlebnis, bei dem der Zeitraum vom Kreditantrag bis zur Entscheidung maximal wenige Sekunden, aber nicht einige Tage in Anspruch nimmt.

Über Banking APIs und XS2A greifen Drittanbieter, die auf den digitalen Kontocheck spezialisiert sind, nach Zustimmung des Kunden auf deren Online-Banking-Konten zu und und übermitteln für eine zuverlässige Bonitätsprüfung die Daten kategorisiert an die Online-Plattformen. Damit stehen alle benötigten Daten für den Abschluss eines Online-Kredites ohne Medienbrüche zur Verfügung.

4. Online-Shops bieten Sofortkredit als Zahlungsoption

Betreiber von Online-Shops stehen bislang vor einer ungelösten Herausforderung: Die kreditfinanzierte Bezahlung wird immer beliebter. Andererseit ist der Prozess der Kreditgenehmigung umständlich und unterbricht das ansonsten reibungslose Online-Erlebnis.

Der Kreditantrag 3.0 könnte Abhilfe schaffen. Wer heute beispielsweise PayPal als Zahlungsoption im Checkout-Vorgang wählt, wird automatisch auf das PayPal-Portal umgeleitet, loggt sich ein und kehrt nach erfolgreicher Legitimierung in den Online-Shop zurück.

Nach dem gleichen Prinzip könnten Online-Shops die Sofortfinanzierung über eine Kooperation mit einer Bank auf Basis des digitalen Kontochecks in den Checkout integrieren. Läuft die Bonitätsprüfung über XS2A, erhält der Shop-Betreiber bei ausreichender Bonität die Bestätigung, dass die Ware versendet werden kann – aus Sicht des Kunden ein medienbruchfreies Shopping-Erlebnis und für den Shop-Betreiber ein effektives Mittel, um die Conversion-Rate zu erhöhen.

Unter dem Motto „jetzt kaufen, später zahlen“ bietet cashpresso Online-Shoppern einen flexiblen Rahmenkredit an. Wer bei einem Partnershop einkauft, zahlt nicht einmal Zinsen. Dahinter steckt der Kreditantrag 3.0 auf Basis des Digital Account Check. In unserer Case Study erfahren Sie, wie das funktioniert.

5. Factoring-Anbieter entscheiden in Echtzeit

Factoring wird immer beliebter. Vor allem Freiberufler und Kleinunternehmer setzen auf die Vorfinanzierung ihrer Rechnungen, um ihre Liquidität kurzfristig zu erhöhen. Um knapp zehn Prozent ist die Nachfrage zuletzt von Jahr zu Jahr gestiegen.

Anbieter wie Finiata und Billie haben sich auf Online-Factoring spezialisiert. Liquidität für Selbstständige gibt’s sozusagen auf Knopfdruck und ohne komplizierte Prüfvorgänge. Möglich macht das der Kreditantrag 3.0 und eigene Scoring-Algorithmen im Hintergrund, auf deren Basis die Factoring in Sekundenschnelle zu einer Entscheidung kommen – alles online, ohne Medienbrüche.

Mit unserer eigenen Banking API haben wir Zugang zu mehr als 100 Millionen Online-Banking-Konten in Europa und decken 99,5 Prozent aller Banken ab. Wir helfen zahlreichen Banken, FinTechs und Online-Anbietern, den Kreditantrag 3.0 umzusetzen. Sprechen Sie uns an, wenn Sie mehr über den digitalen Kontocheck erfahren möchten. Jetzt Kontakt aufnehmen!

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